Für den Wiederaufbau des vernichteten jüdischen Lebens wird nicht eine zur Schau getragene Schein-Synagoge benötigt, sondern in erster Linie jüdische Kindergärten und Schulen.
 
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10. Februar 2026 "Die Zeit"
Antisemitismus:
Verfahren gegen Ordner nach Vorfall an FU Berlin eingestellt
...Ein Ordner hatte einem jüdischen Studenten den Zugang zu einem Hörsaal verweigert. Das Verfahren ist gegen eine Geldauflage eingestellt worden...
Der 32-Jährige muss 450 Euro an eine medizinische Organisation zahlen, die Verletzte im Gazastreifen versorgt...
Zusätzlich zahlt der Angeklagte einen "symbolischen Betrag" von 200 Euro direkt an Shapira. Der Richter sprach von einem "sachgerechten Ausgleich"...
9. Februar 2026 "mena-watch"
Israelberichterstattung: »Keine Lügen, sondern Framing«
...Die deutsche Journalistin und Schauspielerin Sarah Maria Sander dekonstruiert das für Unkundige leicht zu übersehende Framing in der Berichterstattung über den Nahen Osten.
Die für ihre YouTube-Videos bekannte Journalistin Sarah Maria Sander steht an einem Abend Ende Januar auf der Bühne des ebenso großen wie vollen Saals des jüdischen Gemeindehauses in Berlin.
»Ich bin etwas aufgeregt«, sagt die auch als Schauspielerin tätige 31-Jährige. »Denn Sie sind so viele und es ist sehr viel, das ich Ihnen in kurzer Zeit mitgeben will.«
Vielleicht liegt die Aufregung auch teilweise daran, dass am Vormittag in der Presse bekannt geworden war, dass Sanders aus der Hauptrolle in einem großen Filmprojekt gekickt wurde – wegen ihrer Position zu Israel. Sie erklärt es am selben Tag in einem Video mit dem Titel »Ich klage gegen eine Filmproduktion«...
8. Februar 2026 "Israel heute"
Die neue Geografie jüdischer Angst in Europa
...In ganz Westeuropa ist lauter und teils gewalttätiger Antisemitismus stark angestiegen. Synagogen benötigen massive Sicherheitsvorkehrungen; jüdische Schulen arbeiten unter dauerhaftem Schutz; viele Juden berichten, dass sie öffentliche Zeichen ihrer Identität vermeiden. In Frankreich, Deutschland, Belgien und dem Vereinigten Königreich gehören Angriffe, Drohungen und Einschüchterungen zum Alltag. Das Gefühl der Verwundbarkeit ist längst kein Randphänomen mehr. Es ist weit verbreitet und tief empfunden.
Gleichzeitig schildern Juden in Ost- und Mitteleuropa häufig eine andere Erfahrung. In Ländern wie Polen, Ungarn und Tschechien berichten jüdische Gemeinden von geringeren Ausmaßen gewalttätigen Antisemitismus und einem stärkeren Gefühl persönlicher Sicherheit. Man besucht Gottesdienste und Veranstaltungen ohne Polizeikordons. Jüdische Symbole werden in der Öffentlichkeit nicht verborgen. Der Kontrast zu Westeuropa ist kaum zu übersehen.
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass...
7. Februar 2026 "mena-watch"
Gedenken ohne Gedächtnis
...Ausgerechnet am Gedenktag wird eine Revival-Sendung Stefan Raabs, der offenbar auf den populären »Dschungelcamp«-Zug aufspringen will, ausgestrahlt, in der ein Spiel mit dem Titel »Geld oder Gil« läuft. Gil, das ist Gil Ofarim, jener Musiker, der nach falschen Antisemitismusvorwürfen selbst zur Projektionsfläche einer Debatte wurde. Gespielt wird mit der Figur des »jüdischen Betrügers«, ergänzt durch ein eingespieltes Video, in dem von einem angeblichen »Betrüger-Gen« die Rede ist, das Ofarim von seinem »Onkel Samuel« geerbt habe.
Eine Figur, vollständig erfunden von den Machern der »Stefan Raab Show«. Dass Juden als betrügerisch, geldfixiert oder genetisch disponiert imaginiert werden, gehört jedoch zum festen Inventar antisemitischer Zuschreibungen.
Im Hintergrund der Szene tanzen fröhlich orthodoxe Juden als folkloristische Staffage eines alten Ressentiments. Man könnte dies als Symptom kultureller Erosion lesen, nicht nur geschmacklos, sondern geschichtsvergessen.
Es ist Antisemitismus in der Form von Unterhaltung. Oder, um Ayala Goldmann in der Jüdischen Allgemeinen zu zitieren: »Antisemitismus am Holocaust-Gedenktag im deutschen Fernsehen ist normal. Und sogar lustig.«...
6. Februar 2026 "Jüdische Rundschau"
Der deutsche Zensurkomplex gegen pro-israelische Stimmen
...Was als Kampf gegen Hass verkauft wird, entpuppt sich zunehmend als staatlich flankiertes Zensurprojekt. Am Beispiel des Netzwerks aus HateAid, der grün geführten Landesregierung Baden-Württemberg und dem erwiesen antisemitischen Antisemitismusbeauftragten Michael Blume zeigt sich, wie Meinungs- und Pressefreiheit gezielt eingeschränkt werden sollen. Kritische, insbesondere pro-israelische Stimmen geraten ins Visier eines ideologisch motivierten Apparats, der mit Steuergeldern operiert und juristische Einschüchterung betreibt. Die jüngsten US-Sanktionen gegen HateAid werfen ein grelles Licht auf einen deutschen Zensurkomplex, der sich demokratischer Kontrolle längst entzogen hat...
6. Februar 2026 "Jüdische Rundschau"
Fördergeldskandal: Juden-Hass wird in Berlin mehr verwaltet als bekämpft
...20 Millionen Euro hatte der Berliner Senat nach dem Überfall der mörderischen Gazaner auf unschuldige israelische Zivilisten am 7. Oktober 2023 für den Kampf gegen Antisemitismus beschlossen. Doch Millionenbeträge, die ausdrücklich zur Bekämpfung judenfeindlicher Umtriebe bereitgestellt wurden, blieben monatelang liegen oder versickerten in Ressorts ohne fachliche Zuständigkeit, weil klare Kriterien, Verantwortlichkeiten und politische Entschlossenheit fehlten. Statt Antisemitismus als eigenständiges und dringliches Problem zu behandeln, wurde er in vagen Programmen zum „gesellschaftlichen Zusammenhalt“ verdünnt und damit faktisch entkernt...
Berlin ist stolz auf seine „Zivilgesellschaft“, die sich für den „Zusammenhalt der Bevölkerung“ oder den „interkulturellen Dialog“ engagiert.
Das scheint in der Bundeshauptstadt auch bitter nötig zu sein, betrachtet man die vielen Brennpunkte, welche der Stadt zu schaffen machen:
Der berüchtigte „Görli“, der wegen des florierenden Drogenhandels von Kindergartenkindern nicht mehr betreten werden soll und den sogar die grüne Bezirksbürgermeisterin abends mit dem Fahrrad meidet – obwohl sie die dortigen Missstände hartnäckig leugnet.
An anderen Orten rotten teuer angeschaffte gender- und ökosensible Toilettenanlagen vor sich hin, während man ganze Stadtteile als Jude oder Homosexueller nicht mehr betreten mag. Weil dort die muslimisch-arabische Kultur längst dominiert und ihre Dominanz vollkommen dialogbefreit gerne auch handgreiflich gegenüber „unerwünschten Eindringlingen“ unter Beweis stellt.
Zudem soll es in Berlin rund 3800 gewaltbereite Linksextremisten geben, vor allem in Berlin-Friedrichshain erkennt man die „Arbeitsbasen“ linker Gruppen an weithin sichtbaren, auf die Hausfassaden gesprühten Parolen.
Bekanntlich versanken ganze Stadtteile Berlins auf Betreiben der linksextremen „Vulkangruppe“ zu Beginn des Jahres in Dunkelheit und Kälte, weil die Terroristen beschlossen hatten, die betroffenen Bürger für das Klima und „gegen rechts“ frieren zu lassen...
6. Februar 2026 "Die Zeit"
Jüdisches Gemeindezentrum in München erhält Drohbrief mit Munition
...Das jüdische Gemeindezentrum in der Münchner Altstadt hat einen Drohbrief mit einer Patrone für Kurzwaffen erhalten. In dem wattierten Kuvert sei auch ein Bekennerschreiben mit antisemitischem Inhalt gewesen, teilte der Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Yehoshua Chmiel, mit. Laut dem Polizeipräsidium München wurde die verdächtige Sendung vom Sicherheitsdienst der Einrichtung kontrolliert. Demnach hat das Dezernat für Staatsschutzdelikte Ermittlungen begonnen. "Das ist eine Eskalation", sagte Chmiel. Die Sendung unterscheide sich von den übrigen Drohbriefen oder Social-Media-Posts, in denen Jüdinnen und Juden "nur" beschimpft oder ihnen verbal der Tod gewünscht werde. "Die Person hat Zugang zu Patronen." ...
Polizei schließt tatsächliche Gefährdung aus...
6. Februar 2026 "achgut.com"
...„Zeige mir deine Prozesse und ich sage dir, wer du bist.“ ...
...Eine bestürzende Falschmeldung um einen deutsch-israelischen Soldaten der IDF hatte gerichtliche Konsequenzen.
Der Guardian hatte 2025 im Schulterschluss mit Arab Reporters for Investigative Journalism (ARIJ), Paper Trail Media, Der Spiegel und dem ZDF besagtem Soldaten Kriegsverbrechen vorgeworfen – und seine Identität mit Klarnamen und Foto enthüllt.
Aufgrund der Haltlosigkeit der Vorwürfe erließ das Landgericht Hamburg nun eine einstweilige Verfügung gegen die Münchner Abendzeitung, die ebenfalls berichtet hatte. Joachim Steinhöfel, Achgut-Autor und Anwalt des Geschädigten, machte gegenüber dem Guardian eine Geldentschädigung von zunächst 100.000 Euro geltend.
In beiden Redaktionen wurden Unterlassungserklärungen unterzeichnet.
Der Spiegel und das ZDF nahmen ihre Berichte bislang hingegen nicht zurück, was ebenfalls juristische Konsequenzen nach sich ziehen dürfte...
6. Februar 2026 "Die Zeit"
(Kein... red.) Recht auf freie Meinungsäußerung:
UN-Expertin warnt vor Gefahren für die Meinungsfreiheit in Deutschland
...Die UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit, Irene Khan, hat sich besorgt über den Stand der Meinungsfreiheit in Deutschland geäußert. Viele Menschen hätten Angst, ihre Meinung öffentlich oder in digitalen Medien zu äußern, teilte sie nach einem mehrtägigen Besuch in Deutschland schriftlich mit...
Bericht wird im Juni dem UN-Menschenrechtsrat vorgelegt Zwar sei es richtig, dass Diskriminierung oder Gewalt vor diesem Hintergrund verboten sind; beleidigenden Äußerungen müsse jedoch durch Aufklärung, Sensibilisierung und Diskussion begegnet werden, nicht durch Zensur oder Kriminalisierung...
4. Februar 2026 "Deutschlandfunk"
RTL stellt nach Antisemitismusvorwürfen gegen „Stefan Raab Show“ Beitrag zu Gil Ofarim im Dschungelcamp offline
...Vor dem Hintergrund der... Behauptung eines antisemitischen Vorfalls durch Ofarim wurden in der „Stefan Raab Show“ seit Jahrhunderten bestehende antijüdische Klischees bedient...
„Stefan Raab Show“ bediente in Dschungelcamp-Ausgabe jahrhundertealte antijüdische Klischees gegen Gil Ofarim
Unter anderem war laut Jüdische Allgemeine zu hören, dass Ofarim ein „Betrüger-Gen“ habe. Zudem wurde von einem erfundenen „Onkel Samuel“ gesprochen, von dem er das Betrügen geerbt habe. Darüber hinaus zeigte der Beitrag tanzende ultraorthodoxe Juden und unterlegte sie mit Ofarims Musik. Weiter hieß es, Ofarim lande Hits bei der jüdischen Gemeinde. Was ebenfalls als Spiel mit antisemitischen Stereotypen gesehen werden könne, seien die Ausführungen zu einem angeblichen Gewinnspiel namens „Geld oder Gil“, fügte die Zeitung hinzu. Der 27. Januar ist der Internationale Holocaust-Gedenktag...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
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