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| Shocking News¹ | |
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| 9. Juli 2026 |
"Der Tagesspiegel"
Türkischer Konzern übernimmt Jüdisches Krankenhaus Berlin
...Deutschlands einziges jüdisches Krankenhaus ist insolvent – eine private Klinikkette übernimmt jetzt. Der Wunsch aus der Belegschaft, einen öffentlichen Träger zu nehmen, erfüllte sich nicht...
In Belegschaft und Politik hatten einige befürchtet, die Klinik werde so umgestaltet, dass sie ihren Charakter verliere... Medicana hat seinen Sitz in Istanbul und betreibt 20 Kliniken in der Türkei und Südosteuropa. Der Konzern ist auch im Bildungsmarkt tätig, darunter mit der privaten Fenerbahçe-Universität. Wie berichtet, gehört das JKB bislang einer eigenen Stiftung. Deren Kuratorium besteht aus fünf Vertretern des Landes, zwei der Belegschaft und zwei der Jüdischen Gemeinde. Das JKB umfasst 380 Betten und fast 850 Beschäftigte. Viele Beschäftigte des Jüdischen Krankenhauses hatten zuletzt deutlich gemacht, dass sie sich einen öffentlichen Träger wünschten, also die Charité oder die ebenfalls landeseigenen Vivantes-Kliniken... |
| 8. Juli 2026 |
"WELT-ONLINE"
„Kill the Jews“ – Antisemiten bepöbeln Paar mit Kinderwagen, Zeugin greift ein
...Deutschlands Hauptstadt ist einmal mehr Schauplatz eines schwerwiegenden Falls von Antisemitismus. Ein Paar mit Kinderwagen wurde am vergangenen Samstag im Prenzlauer Berg von zwei Passanten antisemitisch beleidigt. Als eine Zeugin die Szene filmt, wird auch sie bedroht...
Die Frau trägt ein Palästinenser-Tuch, der Mann ein T-Shirt mit der Aufschrift „Love the Intifada“ in englisch-arabischer Schrift... Die Zeugin, die laut eigener Aussage in Israel arbeitet, schildert in dem Video gegenüber der Zeitung anonym, wie sie an der Fehrbelliner Straße gegen 15.30 Uhr aus einem Uber gestiegen ist. Direkt habe sie unter anderem Rufe wie „Fuck Jews“, „Fuck Zionismus“ und „Kill the Jews“ wahrgenommen. Auch der Ausruf „Viva Hamas“ fiel... Als der Pöbler bemerkte, dass er gefilmt wurde, sei er auf die Zeugin zugekommen und habe versucht, ihr das Handy aus der Hand zu nehmen. Er habe sie geschubst und bedroht. „Handy weg“ und „Verpiss dich“ ist in dem Video von den Pöblern zu hören... „Für mich wirkte das Auftreten der beiden sehr routiniert“, schilderte die Zeugin weiter. Sie habe den Eindruck gehabt, als würden die beiden „gezielt Menschen einschüchtern“ und dass ein solches Verhalten für diese Personen nicht neu sei. Noch am selben Tag habe sie Anzeige bei der Berliner Polizei erstattet. „Mir war wichtig, dass dieser Vorfall dokumentiert wird“, sagte sie. Polizei konnte Identität der Täter bislang nicht ermitteln... Der „Tagesspiegel“ hat inzwischen weitere Recherchen zu dem männlichen Täter veröffentlicht. Demnach soll der Mann seit Jahren in der Berliner Protestszene bekannt sein und zuletzt an Demonstrationen des radikalen pro-palästinensischen Spektrums teilgenommen haben. Er wurde unter anderem bei einer Kundgebung beobachtet, bei der Symbole und Propaganda des iranischen Regimes gezeigt worden sein sollen. Auf Videoaufnahmen sei er dabei zu sehen, wie er aggressiv gegen ein Kamerateam vorgeht... |
| 5. Juli 2026 |
"WELT-ONLINE"
...Der türkische Außenminister bezeichnet Israel... als „gemeinsames Problem der Menschheit“. – Bundesregierung schweigt
...Der türkische Außenminister bezeichnet Israel unter anderem als „gemeinsames Problem der Menschheit“. Das Auswärtige Amt in Deutschland will sich dazu nicht äußern...
Das Auswärtige Amt wollte sich laut RND auf Anfrage explizit nicht zu dem Eklat äußern. Der türkische Außenminister Hakan Fidan hatte Israel in einem Interview mit CNN Türk am Donnerstag als „gemeinsames Problem der Menschheit“ bezeichnet: „Diese Menschen sind zu einer Last geworden, die die Menschheit nicht länger tragen kann“, erklärte er. Das Transkript des Gesprächs ist auf der Homepage des türkischen Außenministeriums abrufbar. Israels Außenminister Gideon Sa‘ar bezeichnete die Sätze auf X als „Aufruf zum Völkermord“... |
| 5. Juli 2026 |
"mena-watch"
»Der Raub jüdischen Eigentums war ein integraler Bestandteil der Shoah«
...Jüdinnen und Juden wurden während der NS-Herrschaft in Europa entrechtet, verfolgt, vertrieben und ermordet. Gleichzeitig profitierten Hunderttausende Menschen direkt, indirekt oder strukturell von diesen Gewalttaten. Sie übernahmen Arbeitsstellen und Funktionen in Unternehmen und Institutionen oder erwarben Betriebe, Geschäfte, Häuser und Wohnungen weit unter Wert. Auch Möbel, Schmuck, Kunstwerke und Alltagsgegenstände wurden übernommen.
... Die Ausraubung betraf Jüdinnen und Juden aller sozialen Schichten. Der Raub geschah auch in den von den Deutschen überfallenen Ländern. So wurden etwa in den Niederlanden und weiteren besetzten Ländern über 70.000 Wohnungen ausgeplündert. Rund 26.000 Eisenbahnwaggons transportierten das geraubte jüdische Eigentum ins Deutsche Reich. Der Raub war kein Randphänomen, sondern öffentlich sichtbar und bis ins Detail staatlich organisiert. Auf öffentlichen Plätzen und bei Auktionen wurde das Eigentum jüdischer Familien zu Spottpreisen verkauft. Viele Menschen sahen zu oder profitierten selbst davon... |
| 1. Juli 2026 |
"israelnetz"
Elkajam-Levi beim UN-Menschenrechtsrat
„Israelische und jüdische Opfer haben weder Schutz noch Solidarität erhalten“ ...Beim UN-Menschenrechtsrat beklagt die israelische Völkerrechtlerin Elkajam-Levi, israelische Terroropfer fänden weiter kaum Gehör. Eine Jesidin schildert ihr Leid als Sexsklavin im Gazastreifen...
Bei der Junisitzung des UN-Menschenrechtsrats hat die Israelin Cochav Elkajam-Levi den Vereinten Nationen Doppelmoral vorgeworfen. Jüdische und israelische Opfer hätten kein Gehör gefunden, beklagte die Völkerrechtlerin. Stattdessen habe es den Versuch gegeben, Terror und Antisemitismus zu rechtfertigen und zu normalisieren. Elkajam-Levi ist Gründerin und Leiterin der „Zivilkommission zu den Verbrechen der Hamas gegen Frauen und Kinder am 7. Oktober“. Die Gründung erfolgte aus ihrer Beobachtung heraus, dass den Opfern auf internationalem Parkett kaum Glaube geschenkt werde. Mitte Mai legte die Kommission einen Bericht mit dem Titel „Nicht mehr zum Schweigen gebracht“ vor... „Besonders besorgniserregend war, zu sehen, dass israelische und jüdische Opfer weder den Schutz noch die Solidarität erhalten haben, die das System bieten sollte. Wir waren mit einer Welle von Hass, Leugnung und Entmenschlichung konfrontiert, die sich weiter weltweit verbreitet.“ Elkajam-Levi sieht diese Entwicklung noch lange nicht am Ende: „Wenn es uns nicht gelingt zu begreifen, was gerade passiert, wenn wir es nicht konfrontieren, liegt das Schlimmste noch vor uns“, warnte sie. „Wenn Menschenrechte abhängig werden von Politik, Identität oder Ideologie, dann hört das Menschrechtesystem auf, als universale Schutzeinrichtung zu funktionieren.“... |
| 25. Juni 2026 |
"Der Tagesspiegel"
Alltäglicher Antisemitismus an deutschen Schulen:
„Oh Mann, da kommt der nervige Jude“ ...In Konstanz wurde ein Schüler beim Betreten des Klassenzimmers von seinem Mitschüler mit den Worten „Oh Mann, da kommt der nervige Jude“ begrüßt. In Braunschweig stand „Judensau“ an der Wand einer Schultoilette. In Jena sagte eine Schülerin zu ihrem Klassenkameraden: „Du läufst ja wie ein Jude!“ Sie sagte auch: „Halt’s Maul, Judenfresse.“...
258 antisemitische Vorfälle an Schulen hat der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) im vergangenen Jahr dokumentiert. Laut seines gerade veröffentlichten Berichts registrierte RIAS damit zwar etwas weniger Vorfälle als 2024 – jedoch mehr als dreimal so viele wie im Jahr 2022. Zugleich geht RIAS von einer hohen Dunkelziffer aus... Der Schüler aus Konstanz musste über Wochen antisemitische Schmähungen ertragen, ohne dass eine Lehrkraft eingegriffen hätte. Am Ende blieb ihm nur der Klassenwechsel. Der schulische Umgang spiegelt eine gesamtgesellschaftliche Ignoranz. Nikolas Lelle, Sozialphilosoph, über Antisemitismus an Schulen „Du Jude“ sei inzwischen eine gängige Beleidigung auf Deutschlands Pausenhöfen und in Klassenräumen, sagt der Sozialphilosoph Nikolas Lelle. In seinem jüngsten Buch „Antisemitismus definieren“ hat er beschrieben, wie judenfeindliche Sprüche und Witze den Alltag jüdischer Schüler vielerorts unerträglich machten. Porträtfoto von Nikola Lelle, Foto: Olga Blackbird Sozialphilosoph Nikolas Lelle warnt davor, Antisemitismus an Schulen zu verharmlosen. © Olga Blackbird Auffällig dabei sei, dass Lehrkräfte und auch die Schulleitung derartige Anfeindungen häufig lediglich als „Mobbing“ einordneten, ohne die antisemitische Motivation des Falls zu erkennen. „Die Tat wird dann kleingeredet mit dem Argument, so seien Jugendliche eben gelegentlich untereinander“, sagt Lelle. Das Bagatellisieren von Antisemitismus „als Konflikt zwischen Jugendlichen, als Provokation, Spaß oder Religionsstreitigkeit“ erhöhe jedoch das Leid der Betroffenen. Insbesondere die Entwicklungen nach dem 7. Oktober 2023, dem Tag des terroristischen Überfalls der Hamas auf Israel, hätten viele Schulen unvorbereitet getroffen, sagt Lelle. Die Sensibilisierung nimmt ab. Marco Siegmund, der Sprecher von RIAS, über antisemitische Ausdrucksformen Marco Siegmund, der Sprecher von RIAS, beobachtet einen „Gewöhnungsprozess“. Antisemitische Ausdrucksformen würden gesellschaftsfähiger, die Mehrheitsgesellschaft scheine abzustumpfen: „Die Sensibilisierung nimmt ab.“ Ähnlich sieht es Nikolas Lelle. In seinem Buch schreibt er über die Zustände an deutschen Schulen: Die Normalisierung von antisemitischem Mobbing sei nicht nur ein Zeichen von Achtlosigkeit oder mangelndem Wissen. Sie werde gestützt von einer allgemeinen Desensibilisierung: „Der schulische Umgang spiegelt eine gesamtgesellschaftliche Ignoranz.“ Anders als zum Beispiel an Hochschulen macht israelbezogener Antisemitismus nur etwa ein Drittel der Vorfälle an den Schulen aus. „Durch die politische Aufladung, insbesondere auch die Zuspitzung der politischen Debatte und die Zunahme von Feindmarkierungen als "Zionisten", wird es für die Lehrenden schwieriger, hier gegenzuhalten“, sagt Marco Siegmund. Im Grunde brauche es konstante Weiter- und Fortbildung – allerdings auch den Willen, sich zu sensibilisieren und fortzubilden. Es existierten hierzu kompetente zivilgesellschaftliche Angebote, aber diese müssten auch genutzt werden. Marco Siegmund von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)... |
| 24. Juni 2026 |
"MDR.DE"
Antisemitismus
Bericht: Jüdisches Leben in Sachsen vor Herausforderungen ...Laut des Berichts ist die Sicherheitslage jüdischer Gemeinden zunehmend angespannt wegen vieler antisemitischer Vorfälle. Ihre Zahl ist zwar im Vergleich zu den Jahren 2023 und 2024 rückläufig, bewegt sich aber mit 222 Fällen auf einem hohen Niveau...
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| 23. Juni 2026 |
"WELT-ONLINE"
"Wollt ihr uns für dumm verkaufen?“ – Heftige Kritik an Israel-Bericht im ZDF-„Heute Journal“
...Ein Beitrag im „Heute Journal“ löst scharfe Kritik aus: Israel soll sich laut ZDF nicht an ein angebliches Friedensabkommen gehalten haben. Dabei werden Fakten verdreht und Stimmen ausgeblendet...
Gezeigt werden Israels Angriffe auf den Libanon – obwohl eine Friedenserklärung unterzeichnet worden sein soll und die „Waffen schweigen müssen“, wie es in einem Beitrag der Sendung heißt... „Das entwickelt sich langsam zu einer Propaganda“ „Wollt ihr uns für dumm verkaufen?“, kritisierte darauf die Journalistin Sarah Maria Sander auf X. „Israel hat mit diesem Deal nichts zu tun, Israel wurde nicht einmal gefragt. (...) Spinnt ihr beim ZDF jetzt völlig? Wollt ihr einem anderen Land vorschreiben, was es tun darf, wenn Terroristen es andauernd mit Raketen und Drohnen beschießen?“ ... Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigte erst vergangene Woche, der Kampf gegen den Iran und seine Verbündeten unter anderem im Libanon und der islamischen Terrororganisation Hisbollah „so lange wie nötig“ weiterzuführen. „Was ist das für ein journalistischer Standard?“, kritisierte Sander das ZDF weiter, „das entwickelt sich langsam zu einer Propaganda, zu einem Sprachrohr des islamischen Regimes.“ ... „Israel hat in diesem Fall nicht ‚den Libanon‘ angegriffen, sondern gezielt die Terrorinfrastruktur der Hisbollah“, schrieb er. Er kritisierte, dass die Angriffe der Hisbollah auf Israel in dem ZDF-Bericht ausgeblendet werden – und man vergeblich eine israelische Stimme sucht, während „die Mullahs im Beitrag ihre Sicht ausbreiten, und zwar ohne jede kritische Nachfrage“. Das Narrativ ist aus seiner Sicht gefährlich. Beim Zuschauer bleibt hängen: Israel sei an allem schuld. „Das ist falsch“, so Mansour... |
| 23. Juni 2026 |
"BILD"
Drei Tote im jüdischen Viertel von Montréal: Frauenhasser schießt aus Hotel auf Menschen
...ödliche Schüsse in einem jüdischen Viertel in Kanada! In der Metropole Montréal wurden am Montagmittag (Ortszeit) drei Menschen getötet. Wie der Rundfunksender Radio Canada berichtet, soll ein Mann mit einem Gewehr zwei Menschen erschossen haben. Nach Polizeiangaben sei es zu einem Schusswechsel mit Beamten gekommen, bei dem der Schütze getötet wurde...
Der Notruf ging demnach gegen 11.35 Uhr ein, weil eine Person im Hilton Hotel eine Waffe aus einem Fenster gehalten hatte. Vor Ort sei die Polizei unter Beschuss geraten. Videoaufnahmen zeigen, dass sich der Schütze auch außerhalb des Hotels befand. Der Verdächtige trug militärische Kleidung... |
| 22. Juni 2026 |
"Süddeutsche Zeitung"
Ja, was hat er denn jetzt wieder?!
...Die Bayreuther Aus- und dann wieder Einladung des Publizisten Michel Friedman ist ein deutsches Drama. Gezeigt wird in allen Facetten, auch den medialen: die neurotische Sehnsucht der Deutschen, von der eigenen Geschichte verschont zu werden...
Der Eklat um die inzwischen revidierte Ausladung des jüdischen Publizisten Michel Friedman zum 150. Jubiläum der Bayreuther Festspiele legt beispielhaft offen, wie schwer wir Deutsche uns immer noch damit tun, dass Richard Wagner nicht nur musikalisch bahnbrechende Opern, sondern eben auch eine, wenn nicht die Urschrift des modernen deutschen Antisemitismus verfasst hat. Zu diesen Fragen sollte (und wird nun also) Michel Friedman auf Wunsch der Wagner-Urenkelin Katharina reden, als einer der wenigen verbliebenen öffentlichen Intellektuellen in diesem Land... |
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¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden. ² Die Suche wird in allen vorhandenen Jahrgängen durchgeführt. |
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