Für den Wiederaufbau des vernichteten jüdischen Lebens wird nicht eine zur Schau getragene Schein-Synagoge benötigt, sondern in erster Linie jüdische Kindergärten und Schulen.
 
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11. Februar 2026 "mena-watch"
Frankreichs Justiz: Juden aus dem Fester zu werfen, ist kein Antisemitismus
...Ähnlich wie schon im Fall Sarah Halimi im Jahr 2017 wurde der Mord an René Hadjadj trotz antisemitischer Vorgeschichte nicht als Hassverbrechen eingestuft, weil der Täter psychische Probleme hatte.
Am 17. Mai 2022, gegen 20:10 Uhr, wurde der 89-jährige René Hadjadj tot am Fuße seines Wohnhauses im Lyoner Arbeiterviertel La Duchère aufgefunden. Mehrere Zeugen berichteten, einen dumpfen Schlag gehört und das Opfer auf dem Boden liegend gesehen zu haben.
Ein Nachbar, der 55-jährige Rachid Kheniche, der im 17. Stock wohnte, geriet schnell in Verdacht. Nach seiner Festnahme gestand er sofort, doch seine Aussagen widersprachen sich. Mal behauptete er, das Opfer sei von selbst gesprungen, mal, er habe in einem Anfall von Wahnsinn Stimmen gehört, die ihm befohlen hätten, den Mann aus dem Fenster zu werfen. René Hadjadjs Familie ist überzeugt, dass die Tat antisemitisch motiviert war. »Zahlreiche Indizien lassen uns vermuten, dass Herr Kheniche in seiner Familiengeschichte und in seinem Verhältnis zur Welt eine antisemitische Tendenz aufwies«, so die Nebenkläger.
Die Fakten: Der Täter, Rachid Kheniche, kannte Hadjadj persönlich und wusste, dass er Jude war. Nach Angaben von Angehörigen und Unterstützern fanden sich in seinen früheren Äußerungen und Online-Aktivitäten antisemitische Denkmuster. Dazu zählen die Verwendung einschlägiger Begriffe aus antisemitischen Verschwörungserzählungen, etwa der Ausdruck »sayanim«, ein in antisemitischen Kreisen verbreiteter Begriff, der – nicht nur – französischen Juden unterstellt, als Agenten des israelischen Geheimdienstes zu arbeiten.
Überhaupt fand sich in Kheniches Twitter-Profil eine auffällige Fixierung auf »jüdische Themen«, wie sie in entsprechenden Milieus verbreitet ist. Ute Cohen resümierte 2022 den Kenntnisstand in der Jüdischen Allgemeinen: »Ein bizarres Amalgam stellen die Tweets des in Frankreich geborenen Vorbestraften mit algerischen Wurzeln dar. Hervor sticht vor allem seine Obsession für die Verschwörungstheorien des Schriftstellers Jacob Cohen, der sich als militanten Antizionisten bezeichnet, die französische Gesellschaft von Mossad-Kollaborateuren unterwandert sieht und sich im Umfeld des bekannten Rechtsradikalen Alain Soral, des Rassisten und Antisemiten Hervé Ryssen und des die Schoa leugnenden Komikers Dieudonné bewegt.«
Sammy Ghozlan, der 2023 verstorbene, frühere Präsident des Vereins Bureau national de vigilance contre l antisémitisme (BNVCA), bezeichnete Kheniche aufgrund von Recherchen als »notorischen und gewaltbereiten Antisemiten«. »Paranoide Psychose«
Das Lyoner Schwurgericht, das letzte Woche ein Urteil sprach, erkannte diese Indizien jedoch nicht als ausreichend an, um die Tat rechtlich als antisemitisch zu qualifizieren. Antisemitische Einstellungen des Täters seien zwar dokumentiert, ließen sich jedoch nicht eindeutig mit dem konkreten Tatentschluss verknüpfen, so die Argumentation der Staatsanwaltschaft, der sich das Gericht anschloss.
Rachid Kheniche wurde am 5. Februar 2026 wegen Mordes verurteilt. Die Frage des erschwerenden Umstands des Mordes »aufgrund der Religion des Opfers« stand im Mittelpunkt des dreitägigen Prozesses. Die Geschworenen wiesen, wie auch die Staatsanwaltschaft, diesen Ansatz, den der Angeklagte während des gesamten Verfahrens vehement bestritten hatte, letztlich zurück.
Gemäß dem psychiatrischen Gutachten und unter Berücksichtigung »psychischer Schwierigkeiten« befanden die Geschworenen, dass Kheniches Urteilsvermögen zum Zeitpunkt des Mordes beeinträchtigt gewesen sei, was seine Schuldfähigkeit mindere. Das Gericht habe auch »die schrecklichen Umstände« dieses Verbrechens berücksichtigt, »das darin bestand, einen noch lebenden Mann aus dem 17. Stock zu werfen», so der Vorsitzende Richter. Das Gericht verhängte daher eine Haftstrafe von achtzehn Jahren. Davon müssen mindestens zwölf Jahre verbüßt werden, der Rest kann zur Bewährung ausgesetzt werden.
Einer der Sachverständigen beschrieb den Angeklagten als an einer paranoiden Psychose leidend. Rachid Kheniche gestand, seinen 89-jährigen Nachbarn und Freund René Hadjadj getötet zu haben, indem er ihn von seinem Balkon stieß. Er gab an, nach einem Streit über eine unklare Angelegenheit die Beherrschung verloren zu haben. Antisemitismus bestritt er stets, trotz seiner antisemitischen Äußerungen in den sozialen Medien.
Um den erschwerenden Umstand einer Tat aus Hass auf die Religion des Opfers festzustellen, »verlangt das Gesetz, dass Tatsachen identifiziert werden«, die »zeitgleich mit der Tat begangen wurden«, erklärte Staatsanwältin Amélie Cladière in ihrem Schlussplädoyer. »Ich bin kein Antisemit«, beteuerte der Angeklagte während seines Prozesses und betonte seine Freundschaft zum Opfer.
Die öffentlich-rechtliche Website France Info beschreibt den Verurteilten als »labilen, kokain- und heroinabhängigen, isoliert lebenden und arbeitslosen Mann« und zitiert ihn mit den Worten, René Hadjadj habe ihm »geholfen, das Judentum zu entdecken«. »Er rang nach Erklärungen für seine Taten und verwies auf seine ›Krankheit‹, die während seiner Untersuchungshaft diagnostiziert worden war. Einer der befragten Experten sprach von einer ›paranoiden Psychose‹, andere von einer ›schweren Persönlichkeitsstörung‹, alle mit Bezug auf das Verfolgungssyndrom«.
Der Fall erinnert an den Mord an der 65-jährigen jüdischen Ärztin Sarah Halimi. Sie wurde am 4. April 2017 in Paris von ihrem NachbarnKobili Traorégefoltert und aus dem Fenster ihrer Wohnung geworfen. Zeugen hörten antisemitische Beschimpfungen und Anrufungen Allahs. Halimi starb noch am Tatort. Es kam nie zu einer Hauptverhandlung vor einem Strafgericht. Die französische Justiz erklärte den Täter für schuldunfähig.
Traoré habe sich zur Tatzeit in einer akuten psychotischen Episode befunden, ausgelöst durch massiven Cannabiskonsum. Diese Einschätzung bestätigte 2021 die Cour de Cassation, das höchste Gericht Frankreichs. Juristisch bedeutete das: kein Prozess, kein Schuldspruch, keine Haftstrafe. Erst nach langem öffentlichem Druck erkannte die Justiz das antisemitische Motiv der Tat offiziell an. An der strafrechtlichen Konsequenz änderte das jedoch nichts. Der Fall löste landesweite Proteste aus und eine grundlegende Debatte darüber, ob sich Täter durch selbstverschuldete Intoxikation der Verantwortung für ein antisemitisches Gewaltverbrechen entziehen dürfen. Fährt man betrunken Auto und verursacht einen Unfall, gilt das als strafverschärfend, während Drogeneinfluss bei einem antisemitischen Mord zu Straflosigkeit führt.
Kennzeichen des Pogroms
In beiden Fällen wurden Juden aus dem Fenster geworfen. Wie bei unzähligen Pogromen des Mittelalters, der frühen Neuzeit oder auch beim Pogrom im polnischen Kielce am 4. Juli 1946. Weder im Fall Sarah Halimi noch im Fall René Hadjadj gibt es ein Geständnis, eine explizite Aussage des Täters oder einen gerichtsfesten Beleg, dass das Werfen aus dem Fenster bewusst als Symbol gewählt wurde – etwa als antisemitische Botschaft oder als Nachahmung historischer Gewaltmuster. Juristisch bleibt die Tat damit zunächst eine extreme Form der Tötung, nicht nachweisbar ein »Zeichen».
Trotzdem gibt es mehrere Punkte, die eine symbolische Lesart naheliegend machen: In beiden Fällen: jüdische Opfer, Wohnumfeld, extreme Gewalt, Tötung durch Fenstersturz. Wiederholung allein beweist keine Intention, aber sie erzeugt Bedeutung, besonders in einer Gesellschaft mit historischem Gedächtnis. Ein Fenstersturz ist sichtbar, extrem, entwürdigend, schwerlich als »zufällig« erklärbar. In der europäischen Geschichte – auch in Frankreich – ist das Werfen aus dem Fenster seit dem Mittelalter ein Akt der öffentlichen Entmachtung. Diese Bedeutung ist nicht akademisch, sondern kulturell präsent. Dazu kommt der antisemitische Kontext.
Im Fall Halimi waren die antisemitischen Beschimpfungen während der Tat und die »Allahu Akbar«-Rufe später ein offiziell anerkanntes antisemitisches Motiv. Im Fall Hadjadj waren es bekannte antisemitische Äußerungen des Täters und dessen Wissen um die jüdische Identität des Opfers. Hat der Täter gedacht: »Ich werfe einen Juden aus dem Fenster, um etwas zu symbolisieren«? Dafür gibt es keinen Beweis. Wird die Tat von Zeitgenossen als symbolisch lesbar wahrgenommen? Ja, eindeutig. Nicht erst im Nachhinein, sondern unmittelbar in der öffentlichen Debatte.
Es ist eine Entmenschlichung, ein Herausstoßen aus der Gemeinschaft, buchstäbliches »Aus-dem-Rahmen-Werfen«. Dem Tod wird jegliche Würde als Abschluss eines Lebens genommen, ein Mensch behandelt wie Müll.
2017 veröffentlichten über dreißig prominente französische Denker, darunter der jüdische Philosoph Alain Finkielkraut, einen Gastbeitrag in der Tageszeitung Le Figaro, in dem sie ihre Besorgnis und Empörung über die Möglichkeit zum Ausdruck brachten, dass Traoré nicht vor Gericht gestellt werden würde, wie es dann tatsächlich geschah. »Ist die Psychiatrie das neue Instrument zur Realitätsverweigerung?«, fragten sie. »Ist Judentum in Frankreich heute eine Form der Anstiftung zum Mord durch psychisch gestörte Individuen? Ist dies ein Versuch, die öffentliche Meinung auf eine Neuinterpretation der zehn von Islamisten ermordeten Juden vorzubereiten?«
Sammy Ghozlan, der 2015 nach Israel ausgewandert war, hatte »trotz ihrer Mängel die meiste Zeit Vertrauen in die französische Justiz«, sagte er 2019, vier Jahre vor seinem Tod, gegenüber der Jewish Telegraphic Agency. Das habe sich jedoch mit dem Mord an Sarah Halimi geändert. »Es gab eine Reihe von Versäumnissen« bei der Bearbeitung des Falls durch Polizei und Justiz, sagte Ghozlan. »Es ist unfassbar. Aber es steht im Zusammenhang mit tieferliegenden Problemen. Heute habe ich kein volles Vertrauen mehr, dass antisemitische Hassverbrechen in Frankreich angemessen verfolgt werden.«
Das Fass zum Überlaufen gebracht habe die ungewöhnliche Entscheidung des Richters im Mordprozess gegen Traoré, eine dritte psychiatrische Begutachtung des Angeklagten anzuordnen. Ghozlan sagte, es sei das erste Mal, dass er erlebt habe, dass ein Richter unabhängig von der Verteidigung eine weitere Begutachtung angeordnet habe. Es zeige, dass das System zögere, Antisemitismus von Muslimen zu erkennen und zu bekämpfen, obwohl es Beweise dafür gebe, dass er ein anhaltender Faktor bei der Verfolgung von Juden in Frankreich sei.
Am 6. Februar, ereignete sich in Paris ein weiterer antisemitischer Angriff. Drei jüdische Männer wurden im 16. Arrondissement von einem Mann mit einem Messer bedroht, wie die Polizei mitteilte.
Der Vorfall ereignete sich kurz nach 19:00 Uhr auf der Avenue Gustave V de Suède. Nachdem sie eine nahe gelegene Synagoge verlassen hatten, bemerkten die drei Männer mit Kippa, dass sie von einem Mann angestarrt wurden. Dieser ging auf sie zu und fragte dreimal: »Juden? Israeliten?« Als einer der drei Männer bejahte, zog der Angreifer ein Messer aus der Tasche. Die Opfer flüchteten und suchten Schutz bei Bereitschaftspolizisten in der Nähe der Pont d’Iéna. Sie blieben unverletzt...
11. Februar 2026 "WELT-ONLINE"
Antisemitismus
„Jude“ in Briefkasten von Familie in Hamburg-Harburg geritzt
...Unbekannte Täter haben das Wort „Jude“ in den Briefkasten einer jüdischen Familie im Hamburger Stadtteil Harburg geritzt. Auf den antisemitischen Vorfall hatte Landesrabbiner Shlomo Bistritzky in einem Post auf der Plattform X aufmerksam gemacht...
Der Vorfall ereignet sich in einer Phase, in der die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland insgesamt deutlich steigt. Nach aktuellen Regierungsangaben wurden 2025 bundesweit mehrere Tausend antisemitische Straftaten gezählt, 2548 waren es laut unterschiedlicher Medienangaben allein bis September 2025, ein erneuter Anstieg gegenüber den Vorjahren...
Im vergangenen Herbst hatte Hamburgs Antisemitismusbeauftragter Stefan Hensel sein Amt aufgegeben. Er begründete den Schritt mit der anhaltenden Konfrontation mit Hass, persönlichen Übergriffen und einer Belastung, die im Rahmen eines Ehrenamts nicht mehr zu tragen sei...
10. Februar 2026 "Die Zeit"
Antisemitismus:
Verfahren gegen Ordner nach Vorfall an FU Berlin eingestellt
...Ein Ordner hatte einem jüdischen Studenten den Zugang zu einem Hörsaal verweigert. Das Verfahren ist gegen eine Geldauflage eingestellt worden...
Der 32-Jährige muss 450 Euro an eine medizinische Organisation zahlen, die Verletzte im Gazastreifen versorgt...
Zusätzlich zahlt der Angeklagte einen "symbolischen Betrag" von 200 Euro direkt an Shapira. Der Richter sprach von einem "sachgerechten Ausgleich"...
9. Februar 2026 "mena-watch"
Israelberichterstattung: »Keine Lügen, sondern Framing«
...Die deutsche Journalistin und Schauspielerin Sarah Maria Sander dekonstruiert das für Unkundige leicht zu übersehende Framing in der Berichterstattung über den Nahen Osten.
Die für ihre YouTube-Videos bekannte Journalistin Sarah Maria Sander steht an einem Abend Ende Januar auf der Bühne des ebenso großen wie vollen Saals des jüdischen Gemeindehauses in Berlin.
»Ich bin etwas aufgeregt«, sagt die auch als Schauspielerin tätige 31-Jährige. »Denn Sie sind so viele und es ist sehr viel, das ich Ihnen in kurzer Zeit mitgeben will.«
Vielleicht liegt die Aufregung auch teilweise daran, dass am Vormittag in der Presse bekannt geworden war, dass Sanders aus der Hauptrolle in einem großen Filmprojekt gekickt wurde – wegen ihrer Position zu Israel. Sie erklärt es am selben Tag in einem Video mit dem Titel »Ich klage gegen eine Filmproduktion«...
8. Februar 2026 "Israel heute"
Die neue Geografie jüdischer Angst in Europa
...In ganz Westeuropa ist lauter und teils gewalttätiger Antisemitismus stark angestiegen. Synagogen benötigen massive Sicherheitsvorkehrungen; jüdische Schulen arbeiten unter dauerhaftem Schutz; viele Juden berichten, dass sie öffentliche Zeichen ihrer Identität vermeiden. In Frankreich, Deutschland, Belgien und dem Vereinigten Königreich gehören Angriffe, Drohungen und Einschüchterungen zum Alltag. Das Gefühl der Verwundbarkeit ist längst kein Randphänomen mehr. Es ist weit verbreitet und tief empfunden.
Gleichzeitig schildern Juden in Ost- und Mitteleuropa häufig eine andere Erfahrung. In Ländern wie Polen, Ungarn und Tschechien berichten jüdische Gemeinden von geringeren Ausmaßen gewalttätigen Antisemitismus und einem stärkeren Gefühl persönlicher Sicherheit. Man besucht Gottesdienste und Veranstaltungen ohne Polizeikordons. Jüdische Symbole werden in der Öffentlichkeit nicht verborgen. Der Kontrast zu Westeuropa ist kaum zu übersehen.
Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass...
7. Februar 2026 "mena-watch"
Gedenken ohne Gedächtnis
...Ausgerechnet am Gedenktag wird eine Revival-Sendung Stefan Raabs, der offenbar auf den populären »Dschungelcamp«-Zug aufspringen will, ausgestrahlt, in der ein Spiel mit dem Titel »Geld oder Gil« läuft. Gil, das ist Gil Ofarim, jener Musiker, der nach falschen Antisemitismusvorwürfen selbst zur Projektionsfläche einer Debatte wurde. Gespielt wird mit der Figur des »jüdischen Betrügers«, ergänzt durch ein eingespieltes Video, in dem von einem angeblichen »Betrüger-Gen« die Rede ist, das Ofarim von seinem »Onkel Samuel« geerbt habe.
Eine Figur, vollständig erfunden von den Machern der »Stefan Raab Show«. Dass Juden als betrügerisch, geldfixiert oder genetisch disponiert imaginiert werden, gehört jedoch zum festen Inventar antisemitischer Zuschreibungen.
Im Hintergrund der Szene tanzen fröhlich orthodoxe Juden als folkloristische Staffage eines alten Ressentiments. Man könnte dies als Symptom kultureller Erosion lesen, nicht nur geschmacklos, sondern geschichtsvergessen.
Es ist Antisemitismus in der Form von Unterhaltung. Oder, um Ayala Goldmann in der Jüdischen Allgemeinen zu zitieren: »Antisemitismus am Holocaust-Gedenktag im deutschen Fernsehen ist normal. Und sogar lustig.«...
6. Februar 2026 "Jüdische Rundschau"
Der deutsche Zensurkomplex gegen pro-israelische Stimmen
...Was als Kampf gegen Hass verkauft wird, entpuppt sich zunehmend als staatlich flankiertes Zensurprojekt. Am Beispiel des Netzwerks aus HateAid, der grün geführten Landesregierung Baden-Württemberg und dem erwiesen antisemitischen Antisemitismusbeauftragten Michael Blume zeigt sich, wie Meinungs- und Pressefreiheit gezielt eingeschränkt werden sollen. Kritische, insbesondere pro-israelische Stimmen geraten ins Visier eines ideologisch motivierten Apparats, der mit Steuergeldern operiert und juristische Einschüchterung betreibt. Die jüngsten US-Sanktionen gegen HateAid werfen ein grelles Licht auf einen deutschen Zensurkomplex, der sich demokratischer Kontrolle längst entzogen hat...
6. Februar 2026 "Jüdische Rundschau"
Fördergeldskandal: Juden-Hass wird in Berlin mehr verwaltet als bekämpft
...20 Millionen Euro hatte der Berliner Senat nach dem Überfall der mörderischen Gazaner auf unschuldige israelische Zivilisten am 7. Oktober 2023 für den Kampf gegen Antisemitismus beschlossen. Doch Millionenbeträge, die ausdrücklich zur Bekämpfung judenfeindlicher Umtriebe bereitgestellt wurden, blieben monatelang liegen oder versickerten in Ressorts ohne fachliche Zuständigkeit, weil klare Kriterien, Verantwortlichkeiten und politische Entschlossenheit fehlten. Statt Antisemitismus als eigenständiges und dringliches Problem zu behandeln, wurde er in vagen Programmen zum „gesellschaftlichen Zusammenhalt“ verdünnt und damit faktisch entkernt...
Berlin ist stolz auf seine „Zivilgesellschaft“, die sich für den „Zusammenhalt der Bevölkerung“ oder den „interkulturellen Dialog“ engagiert.
Das scheint in der Bundeshauptstadt auch bitter nötig zu sein, betrachtet man die vielen Brennpunkte, welche der Stadt zu schaffen machen:
Der berüchtigte „Görli“, der wegen des florierenden Drogenhandels von Kindergartenkindern nicht mehr betreten werden soll und den sogar die grüne Bezirksbürgermeisterin abends mit dem Fahrrad meidet – obwohl sie die dortigen Missstände hartnäckig leugnet.
An anderen Orten rotten teuer angeschaffte gender- und ökosensible Toilettenanlagen vor sich hin, während man ganze Stadtteile als Jude oder Homosexueller nicht mehr betreten mag. Weil dort die muslimisch-arabische Kultur längst dominiert und ihre Dominanz vollkommen dialogbefreit gerne auch handgreiflich gegenüber „unerwünschten Eindringlingen“ unter Beweis stellt.
Zudem soll es in Berlin rund 3800 gewaltbereite Linksextremisten geben, vor allem in Berlin-Friedrichshain erkennt man die „Arbeitsbasen“ linker Gruppen an weithin sichtbaren, auf die Hausfassaden gesprühten Parolen.
Bekanntlich versanken ganze Stadtteile Berlins auf Betreiben der linksextremen „Vulkangruppe“ zu Beginn des Jahres in Dunkelheit und Kälte, weil die Terroristen beschlossen hatten, die betroffenen Bürger für das Klima und „gegen rechts“ frieren zu lassen...
6. Februar 2026 "Die Zeit"
Jüdisches Gemeindezentrum in München erhält Drohbrief mit Munition
...Das jüdische Gemeindezentrum in der Münchner Altstadt hat einen Drohbrief mit einer Patrone für Kurzwaffen erhalten. In dem wattierten Kuvert sei auch ein Bekennerschreiben mit antisemitischem Inhalt gewesen, teilte der Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Yehoshua Chmiel, mit. Laut dem Polizeipräsidium München wurde die verdächtige Sendung vom Sicherheitsdienst der Einrichtung kontrolliert. Demnach hat das Dezernat für Staatsschutzdelikte Ermittlungen begonnen. "Das ist eine Eskalation", sagte Chmiel. Die Sendung unterscheide sich von den übrigen Drohbriefen oder Social-Media-Posts, in denen Jüdinnen und Juden "nur" beschimpft oder ihnen verbal der Tod gewünscht werde. "Die Person hat Zugang zu Patronen." ...
Polizei schließt tatsächliche Gefährdung aus...
6. Februar 2026 "achgut.com"
...„Zeige mir deine Prozesse und ich sage dir, wer du bist.“ ...
...Eine bestürzende Falschmeldung um einen deutsch-israelischen Soldaten der IDF hatte gerichtliche Konsequenzen.
Der Guardian hatte 2025 im Schulterschluss mit Arab Reporters for Investigative Journalism (ARIJ), Paper Trail Media, Der Spiegel und dem ZDF besagtem Soldaten Kriegsverbrechen vorgeworfen – und seine Identität mit Klarnamen und Foto enthüllt.
Aufgrund der Haltlosigkeit der Vorwürfe erließ das Landgericht Hamburg nun eine einstweilige Verfügung gegen die Münchner Abendzeitung, die ebenfalls berichtet hatte. Joachim Steinhöfel, Achgut-Autor und Anwalt des Geschädigten, machte gegenüber dem Guardian eine Geldentschädigung von zunächst 100.000 Euro geltend.
In beiden Redaktionen wurden Unterlassungserklärungen unterzeichnet.
Der Spiegel und das ZDF nahmen ihre Berichte bislang hingegen nicht zurück, was ebenfalls juristische Konsequenzen nach sich ziehen dürfte...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
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