Für den Wiederaufbau des vernichteten jüdischen Lebens wird nicht eine zur Schau getragene Schein-Synagoge benötigt, sondern in erster Linie jüdische Kindergärten und Schulen.
 
Druckansicht
 Shocking News¹
Jahrgang:    nach Aktualität   alle anzeigen

Suche²:


14. Januar 2026 "Die Zeit"
"Was wir jetzt erleben, ist die Normalisierung des Judenhasses"
...Nach dem Anschlag auf den Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner: Der Linken-Politiker und drei seiner Mitstreiter erzählen, wie dramatisch sich die Lage verändert hat – und ob ihre Arbeit etwas bringt...
Zwei Stunden brauchte die Feuerwehr, um den Brand vollständig zu löschen. Wäre er nicht sofort bemerkt worden, sondern vom Dachstuhl des Nebengebäudes auf das Wohnhaus übergesprungen, hätten die Flammen die Schlafzimmer des jüngsten Sohnes und der Eltern erreicht.
Sieben Menschen hätten sterben können: die zwei älteren Söhne, 22 und 18 Jahre alt, mit ihren Freundinnen, der Jüngste, 15, und Andreas Büttner mit seiner Frau.
Büttner sagt, er realisiere die Gefahr jetzt erst, eine Woche danach.
Am ersten Samstag des neuen Jahres hatten Unbekannte auf dem Grundstück des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten Feuer gelegt und ein rotes Dreieck an die Wand geschmiert:
Symbol propalästinensischer Aktivisten, aber auch der Hamas. Büttners Glück, dass er nachts gegen 2.30 Uhr vom Geräusch splitternden Glases aufwachte.
Ein Mordversuch? "Ich sehe das so", sagt Büttner, 52, ein ehemaliger Polizist, ganz ruhig, als ginge es hier nicht um ihn.
"Das war jedenfalls keine amateurhafte Kleinigkeit."...
14. Januar 2026 "NZZ Online - Neue Züricher Zeitung"
Ahmad Mansour: «Die Unterwanderung durch Islamisten ist keine rechte Phantasie, sondern in manchen Orten Europas schon die Realität»
...dass eine Veranstaltung wie diese hier, bei der es um Antisemitismus und den 7. Oktober geht, nur mit sehr hohen Sicherheitsmassnahmen durchgeführt werden kann, ist mittlerweile normal...
Wir haben jahrelang die Strukturen, die den Extremismus fördern, nicht nur geduldet, sondern teilweise auch finanziert. Zahlreiche Organisationen, die sich gegen aussen für Integration einsetzen, hintenrum aber extremistische Ansichten verbreiten, haben öffentliche Gelder erhalten. Auch Leute, die mich bedrohen. Legitimiert wurde das durch eine akademische Strömung, in der sich Linksradikale und Islamisten verbünden...
Nicht nur akademische Kreise, auch NGO und gewisse Journalisten legitimieren die Gewalt. Sie bereiten den Extremisten den Weg, indem sie allen, die gegen den Islamismus ankämpfen, Islamfeindlichkeit und Rassismus vorwerfen, sie als «Genozidunterstützer» oder was auch immer verunglimpfen. Dadurch wird bewusst Stimmung gegen uns gemacht. Ich befürchte, das wird in Zukunft nicht besser. Das Ungeheuer ist aus der Flasche, und es ist nicht einfach, es wieder da reinzupressen. Zumindest nicht mit der Politik, die wir gerade in Deutschland haben...
12. Januar 2026 "NWZ-Online"
Antisemitische Angriffe und Drohungen verunsichern jüdische Studierende
...„Auf unserem Campus kommt es zu entsprechenden Schmierereien und Sachbeschädigungen...
Angriffe auf Personen, dem Verteilen antisemitischer Flyer an der Universität, laut Asta der Uni Oldenburg zu Drohungen gegen Einzelpersonen auf dem Campus, ein Brandanschlag auf die Synagoge. Die Beobachtungsstelle Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) dokumentierte mindestens sieben Vorfälle in Oldenburg. Eine Person, die eine Mütze mit israelischer Symbolik trug, wurde von zwei Männern vom Fahrrad getreten. Zuvor pöbelten die Männer sie wegen ihrer „Judenmütze“ an. Eine Person wurde nach Hause verfolgt und von einem Mann beleidigt. Er rief ihr hinterher: „Scheiß Jude, geh zurück nach Auschwitz.“ ...
An der Uni Oldenburg treten vor allem einige linksorientierte Studierende israelfeindlich auf, organisiert beim Studierendenverband der Linkspartei, SDS. Auffällig ist dabei vor allem die Gründungserklärung zur „Solidarität mit Palästina“. In sozialen Medien wurde von einem angeblichen „Holocaust an den Palästinensern“ gesprochen, ohne Widerspruch des SDS. Die Gruppe wirft Israel Genozid vor und relativiert den Hamas-Terror. Eine Anfrage an den SDS blieb unbeantwortet. ...
Auf dem Campus herrsche ein „Klima der Angst“, sagte eine Asta-Sprecherin der NWZ bereits im Frühjahr 2024. Auch zwei jüdische Studentinnen sprachen von einem Wechselbad aus Angst vor Antisemitismus und dem Wunsch nach jüdischer Sichtbarkeit...
So ähnlich ergeht es auch Kim. Sie nutzt einen Decknamen, um sich vor einigen pro-palästinensischen Studierenden zu schützen. Sie selbst spüre keine Angst, „da ich eine resiliente Person bin. Aber ich stehe im engen Austausch mit anderen jüdischen Studierenden und weiß, wo wir uns in Sicherheit bringen und Türen abschließen können“. Trotzdem habe sie ein „flaues Gefühl“, sobald sie bestimmte pro-palästinensische Studierende auf dem Campus sehe. Dann weicht sie ihnen aus oder wechselt die Straßenseite. Dennoch will sie sich nicht von Angst bestimmen lassen: „Ich bin trotz allem dort, will mein Studium verfolgen und weiterleben.“ Sollte die Lage sich weiter zuspitzen, hat sie einen Plan B: „Ich lerne Hebräisch und bereite mich vor, nach Israel auszuwandern – auch wenn die Sicherheitslage nicht viel besser ist. Aber dort habe ich wenigstens ein Zuhause.“? ...
Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge stand David vor dem Eingang. „Ein deutsches älteres Ehepaar kam auf mich zu. Der Mann stand neben mir und sagte, das komme davon, wenn man sich nicht für eine Zwei-Staaten-Lösung einsetze“, erzählt er. „Diese Leute machen keinen Unterschied zwischen Politik und Judentum. Was habe ich mit der israelischen Regierung zu tun? Ich bin deutscher Staatsbürger“, sagt David.?..
11. Januar 2026 "Nürnberger Nachrichten"
Alltäglicher Hass
„Man schläft mit einem offenen Auge“ - Antisemitismus hat auch für Nürnberger Juden Folgen
... Judenhass ist überall. Wie sich Antisemitismus auf den Alltag von Juden in Nürnberg auswirkt - und auf die, die sich an ihre Seite stellen - erzählen Inna Volovik und Jean Drozak, Mitglieder des Vereins gegen Antisemitismus in Nürnberg...
11. Januar 2026 "Israel heute"
Israelischer Genozid? Die Welt liegt schon wieder falsch
...Der Vorwurf frischt eine uralte Blutverleumdung auf. Er liefert neue Rechtfertigungen für Antisemitismus, die Wiederaufnahme von Massakern und letztlich die Vernichtung der Juden und ihres Staates...
Die ursprüngliche Blutverleumdung – der Vorwurf, Juden hätten Nichtjuden entführt und ermordet, um deren Blut für religiöse Rituale zu verwenden – entstand in der Antike unter Griechen. Sie führte im Mittelalter zu Massakern an Juden, im 19. Jahrhundert zu Pogromen und wurde im 20. Jahrhundert von den Nationalsozialisten wiederbelebt...
Dennoch überdauerte die Verleumdung. Warum auch nicht, da sie sich gegen jene Juden als nützlich erwies – eine halsstarrige kleine Minderheit, die beharrlich darauf bestand, von Gott auserwählt zu sein, der Menschheit den ethischen Monotheismus zu bringen. Wie ein periodisch aktiver Vulkan brach sie in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen aus. Eine solche Zeit...
11. Januar 2026 "Israel heute"
Belgisches Konsulat verweigert Verlängerung der Pässe einer jüdischen Familie in Judäa
...Es handelt sich um „eine illegale Form der Diskriminierung durch Belgien gegenüber seinen eigenen Bürgern“, erklärte Ralph Pais, Vizepräsident des Belgischen Informations- und Dokumentationszentrums für Juden...
Eine belgische jüdische Gruppe hat Brüssel am Donnerstag Antisemitismus vorgeworfen, nachdem das Konsulat in Jerusalem sich geweigert hatte, den Reisepass einer in Judäa lebenden Jüdin zu verlängern. Die Ablehnung Anfang dieser Woche sei „eine illegale Form der Diskriminierung durch Belgien gegenüber seinen eigenen Bürgern“, erklärte Ralph Pais, Vizepräsident des belgischen Jüdischen Informations- und Dokumentationszentrums (JID), gegenüber JNS. Während das Konsulat Araber aus Judäa und Samaria bediene, werde Juden dieser Service verweigert, erklärte er...
„Nach Überprüfung unserer Bevölkerungsdaten haben wir festgestellt, dass Sie sich in einer Siedlung niedergelassen haben, die nach dem Völkerrecht, an das Belgien gebunden ist, nicht anerkannt ist“, hieß es in der E-Mail. Darin wurde der politisch aufgeladene Begriff „Kolonie“ verwendet, um den Ort zu bezeichnen, an dem die Frau wohnt. Die Entscheidung scheint Teil einer Reihe von Maßnahmen gegen Israel zu sein, die im September vom Außenministerium unter Maxime Prévot eingeführt wurden...
10. Januar 2026 "WELT-ONLINE"
Kommunen müssen Antisemitismus-Verdacht alleine prüfen - ohne die erbetene Hilfe des Innenministeriums...
...Bayerns Kommunen müssen ohne die erbetene Hilfe des Innenministeriums darüber entscheiden, welche Veranstaltungen sie wegen des Verdachts auf Antisemitismus in ihren Räumen verbieten und welche nicht.
Einer entsprechenden Bitte des Gemeindetages erteilte das Ministerium nun eine Abfuhr. Es seien keine Leitlinien in Bearbeitung, teilte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Anwendung des Gesetzes erfordere wie bei anderen Gesetzen auch eine Prüfung des Einzelfalls durch die zuständige Kommune.
Hinweise zur Auslegung des Gesetzes ergäben sich etwa aus der Gesetzesbegründung, ergänzte die Sprecherin.
Bei ihren Einschätzungen könnten sich die Kommunen zudem auf Vorfälle bei früheren Veranstaltungen stützen...
10. Januar 2026 "Saarbruecker Zeitung"
Bedrohungslage dauert an
Dieser Satz aus der jüdischen Gemeinde im Saarland sollte niemanden kalt lassen
...Die Synagogengemeinde rät ihren Mitgliedern sogar, ihren Glauben nicht öffentlich zu zeigen. Das ist ein fatales Signal, findet unser Autor...
„Wir raten unseren Gemeindemitgliedern davon ab, ihre jüdische Identität öffentlich zu zeigen.“ Die Synagogengemeinde rät also ihren Mitgliedern, zu verstecken, dass sie jüdischen Glaubens sind. Und das mit gutem Grund...
Fatales Signal, wenn sich jüdisches Leben aus der Öffentlichkeit zurückzieht...
Es wäre ein fatales Signal, wenn sich jüdisches Leben wieder nur ins heimlich Versteckte zurückzieht, ins eigene Heim oder hinter die Schleusen der Synagoge...
9. Januar 2026 "Volksstimme.de"
Nach Brandanschlag: Büttner enttäuscht von Linken-Spitze
...„Dass man sich vom Anschlag auf mich nur distanzieren kann, wenn man sich gleichzeitig von Kriegsverbrechen und der Unterstützung der Bundesregierung für Israel distanziert, zeigt: Man will offenbar Teile seiner Wählerschaft nicht vergraulen. Aber Anschläge sind nicht kompliziert“, sagte Büttner, der Mitglied der Linken ist, der „Welt“ zu einer Stellungnahme der Linken-Spitze. Diese wurde am Dienstag im Online-Magazin der Partei veröffentlicht. Auf Nachfrage bestätigte Büttner seine Kritik an der Parteiführung...
8. Januar 2026 "Die Zeit"
Kinder sollen koscheres Café in Leipzig angegriffen haben
...In Leipzig sollen Kinder eine Israelfahne an einem Café abgerissen haben. Später kehrten sie laut Polizei mit anderen zurück und griffen unter "Fuck Israel"-Rufen an...
Mehrere Kinder und Jugendliche sollen in Leipzig ein koscheres Café angegriffen und dabei volksverhetzende Inhalte gerufen haben. Nach Angaben der Leipziger Polizei sollen sie gefüllte Plastikflaschen in Richtung einer Mitarbeiterin geworfen und sie damit leicht am Schienbein verletzt haben...
Aus dieser Gruppe kam es laut Polizei zu den Flaschenwürfen und zu volksverhetzenden Rufen. Die Kinder sollen außerdem versucht haben, in das Café einzudringen und mit einem Pappaufsteller gegen die Scheibe geschlagen haben...
Bei dem angegriffenen Café handele es sich um das HaMakom Leipzig, das auch als Ausstellungsort dient. Auf seiner Website bezeichnet sich das HaMakom als "Ort von jüdischem Leben, Begegnung und persönlicher Aufarbeitung"...
Da Kinder unter 14 Jahren nicht strafmündig sind, würden diese zwar zunächst als Beschuldigte geführt, das Verfahren aber nach Abschluss der Ermittlungen eingestellt, sagte der Polizeisprecher der ZEIT...

¹ Die vollständigen Texte sind auf den Internetseiten (Archiv) entsprechender Zeitungen zu finden.
² Die Suche wird in allen vorhandenen Jahrgängen durchgeführt.
nach oben
Seite:    1 2  
         
| Aktuelles | Rabbiner | Zeitung | Kalender | Kontakt | Seitemap | Impressum | Disclaimer |  
© 2004-2026 Die Gesetzestreue Jüdische Landesgemeinde Brandenburg